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Gebisslose Trense: Sanfte Kommunikation für pferdegerechtes Reiten

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BIANCA HÄUSELER

Expertin für die Ausrüstung von Pferd & Reiter

Liebt es mit einem ihrer selbstgezogenen Pferde über den Reitplatz oder durch die Brandenburger Heide zu galoppieren.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Eine pferdegerechte Zäumung schont das empfindliche Maul und bietet eine weiche Alternative zum klassischen Trensengebiss.
  • Die Hilfengebung erfolgt je nach Modell durch gezielten und sanften Druck auf Nasenrücken, Ganaschen oder Genick.
  • Hochwertige Marken wie Waldhausen und Horseware bieten für jede Rasse die optimal sitzende Lösung.

Warum auf das Gebiss verzichten? Die Vorteile für Dein Pferd

Ob im Zahnwechsel, bei Irritationen im Maulbereich, bei extrem sensiblen Tieren oder aus persönlicher Reitphilosophie gibt es viele gute Gründe für den Wechsel der Zäumung. Das Reiten ohne Eisen nimmt den direkten Druck von den empfindlichen Laden sowie der Zunge und verlagert ihn weich auf den Kopfbereich. So erreichst Du eine besonders feine, entspannte und vertrauensvolle Verbindung zwischen Dir und Deinem Pferd.

Checkliste: Passt diese Zäumung zu uns?

  • [ ] Reagiert Dein Pferd unruhig auf das Gebiss oder rollt sich hinter dem Zügel ein?
  • [ ] Steht ein Zahnwechsel an oder gibt es kleine Verletzungen im Maulbereich?
  • [ ] Reagiert Dein Pferd bereits gut auf Gewichts- und Schenkelhilfen?
  • [ ] Suchst Du nach mehr Losgelassenheit und Harmonie im täglichen Training?

Vielfalt für jeden Pferdekopf: Finde Dein perfektes Modell

Unser Sortiment bietet Dir für jede Anforderung und jede Kopfform genau die richtige Lösung. Wenn Du maximale Flexibilität im Stallalltag suchst, ist das Horseware Trensenzaum Micklem 2 Multi Bridle eine hervorragende Wahl. Es lässt sich mit wenigen Handgriffen von einer klassischen Zäumung zu einem komplett gebisslosen Kopfstück oder einem Kappzaum umbauen.

Für eine besonders differenzierte und weiche Einwirkung sorgt das Modell Sensitiv mit Rad von Waldhausen, bei der sich der Druck optimal verteilt. Geht es Dir primär um die biomechanisch korrekte Arbeit an der Hand oder an der Longe, bietet der anatomisch geformte Waldhausen Kappzaum Anatomic den perfekten Halt, ohne das empfindliche Jochbein deines Pferdes zu blockieren.

Wirkungsweise der Modelle im Vergleich

Damit Du genau weißt, wie die Hilfen bei Deinem Pferd ankommen, haben wir die gängigsten Varianten für Dich aufgeschlüsselt:

ModellWirkungsweiseIdeal geeignet fürBenötigte Reitererfahrung
SidepullDirekte Einwirkung (1:1) auf den NasenrückenStellen, Biegen und entspanntes AusreitenAnfänger und Umsteiger
Micklem Multi BridleGleichmäßige Druckverteilung am gesamten KopfFlexibler Einsatz im Alltag und in der DressurAlle Erfahrungsstufen
HackamoreHebelwirkung auf Nase, Kinn und GenickFeine Signale komplett ohne ZügelzugRuhige und ausbalancierte Hand
KappzaumDirekte Einwirkung auf die Nase ohne VerrutschenLongieren und punktgenaue HandarbeitAlle Erfahrungsstufen

Schritt-für-Schritt: So sitzt das Kopfstück perfekt

Die korrekte Anpassung ist für das Wohlbefinden Deines Pferdes absolut essenziell und beugt Scheuerstellen vor.

  1. Nasenriemen platzieren: Lege den Nasenriemen etwa zwei Fingerbreit unterhalb des Jochbeins an.
  2. Druckpunkte prüfen: Stelle sicher, dass der untere und sehr fragile Teil des Nasenbeins komplett frei bleibt.
  3. Weite einstellen: Der Riemen muss fest genug sitzen, um bei leichtem Zügelzug nicht zu verrutschen. Er darf die Atmung des Pferdes jedoch in keiner Weise einschränken.
  4. Kinnriemen anpassen: Achte auf genügend Spielraum, damit Dein Pferd jederzeit problemlos kauen und abschlucken kann.

Häufige Fragen von Reitern

Für welche Pferde eignet sich diese Reitweise?

Grundsätzlich profitiert jedes Pferd von der Abwechslung. Besonders empfehlenswert ist der Umstieg für junge Pferde im Zahnwechsel, Headshaker sowie Tiere, die auf ein klassisches Gebiss mit starker Verspannung im Hals reagieren. Auch für voll ausgebildete Pferde bietet diese Reitweise eine wunderbare Entspannung im Trainingsalltag.

Darf man auf einem Turnier ohne Gebiss starten?

Das hängt ganz von der jeweiligen Prüfungsordnung ab. Im Bereich der WBO gibt es spezielle Prüfungen für diese Reitweise. Nach der LPO ist in der Dressur ein klassisches Gebiss vorgeschrieben. Im Springen sind alternative Zäumungen oft ab der schweren Klasse unter Vorbehalt der jeweiligen Ausschreibung erlaubt.

Ist ein Sidepull auch für Reitanfänger geeignet?

Ja, dieses Modell eignet sich hervorragend für den Einstieg. Es arbeitet komplett ohne Hebelwirkung und ähnelt in der Einwirkung einem Stallhalfter. Es verzeiht unruhige Hände viel besser als jede Hebelzäumung. So kannst Du in Ruhe an Deinem zügelunabhängigen Sitz arbeiten, ohne Deinem Pferd im Maul versehentlich Schmerzen zuzufügen.

Welches Modell eignet sich für die Dressurarbeit?

Für die klassische Dressurarbeit benötigst Du Modelle, die eine klare seitliche Einwirkung zulassen. Hier überzeugen gut angepasste Modelle mit Cross-Under-Riemen. Da in der Dressur viel über Biegung und Stellung gearbeitet wird, sind direkte Einwirkungen auf den Nasenrücken deutlich vorteilhafter als eine reine Hebelwirkung, die primär auf die Regulation des Tempos ausgelegt ist.

Pures Vertrauen im Sattel

Die pferdegerechte Kommunikation schafft eine wundervolle Basis für ein entspanntes Miteinander. Egal ob Du die direkte Naseneinwirkung suchst oder feine Hebelkräfte für erfahrene Hände bevorzugst, bei EquiPassion findest Du genau die Ausrüstung, die Eurem Ausbildungsstand entspricht. Investiere in pferdefreundliches Equipment, das Eure Bindung stärkt und Euch beiden jeden Tag aufs Neue Freude bereitet.

Häufig gestellte Fragen zu Gebisslose

Grundsätzlich profitiert jedes Pferd von der Abwechslung. Besonders empfehlenswert ist der Umstieg für junge Pferde im Zahnwechsel, Headshaker sowie Tiere, die auf ein klassisches Gebiss mit starker Verspannung im Hals reagieren. Auch für voll ausgebildete Pferde bietet diese Reitweise eine wunderbare Entspannung im Trainingsalltag.
Das hängt ganz von der jeweiligen Prüfungsordnung ab. Im Bereich der WBO gibt es spezielle Prüfungen für diese Reitweise. Nach der LPO ist in der Dressur ein klassisches Gebiss vorgeschrieben. Im Springen sind alternative Zäumungen oft ab der schweren Klasse unter Vorbehalt der jeweiligen Ausschreibung erlaubt.
Ja, dieses Modell eignet sich hervorragend für den Einstieg. Es arbeitet komplett ohne Hebelwirkung und ähnelt in der Einwirkung einem Stallhalfter. Es verzeiht unruhige Hände viel besser als jede Hebelzäumung. So kannst Du in Ruhe an Deinem zügelunabhängigen Sitz arbeiten, ohne Deinem Pferd im Maul versehentlich Schmerzen zuzufügen.
Für die klassische Dressurarbeit benötigst Du Modelle, die eine klare seitliche Einwirkung zulassen. Hier überzeugen gut angepasste Modelle mit Cross-Under-Riemen. Da in der Dressur viel über Biegung und Stellung gearbeitet wird, sind direkte Einwirkungen auf den Nasenrücken deutlich vorteilhafter als eine reine Hebelwirkung, die primär auf die Regulation des Tempos ausgelegt ist.