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Pferdescheren für Stall & Pflege: Perfekter Schnitt für Mähne, Schweif und Verband

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BIANCA HÄUSELER

Expertin für die Ausrüstung von Pferd & Reiter

Liebt es mit einem ihrer selbstgezogenen Pferde über den Reitplatz oder durch die Brandenburger Heide zu galoppieren.

Mähne kürzen, Fesselbehang schneiden oder einen Verband durchtrennen. Für jede dieser Arbeiten brauchst du spezialisiertes Werkzeug. Haushaltsscheren aus der Küchenschublade sind dafür ungeeignet. Laut Deutscher Reiterlicher Vereinigung (FN) halten rund 1,25 Millionen Privathalter in Deutschland Pferde, entsprechend verbreitet ist professionelles Pflegewerkzeug.

Das Wichtigste für deine Ausrüstung:

  • Verletzungsfreies Arbeiten: Spezielle Pferdescheren verhindern durch ihren Schliff das schmerzhafte Ziepen an Mähne und Schweif.

  • Safety Cut: Abgerundete Spitzen sind ein Muss an Kopf und Beinen, damit ruckartige Bewegungen nicht böse enden.

  • Erste Hilfe: Eine echte Verbandsschere rettet im Notfall wertvolle Sekunden und schützt die Haut beim Aufschneiden von Bandagen.

Warum die Küchenscheren im Stall nichts zu suchen haben

Herkömmliche Haushaltsscheren sind für robustes Pferdehaar zu stumpf. Sie quetschen das Haar, statt es zu schneiden, was zu unschönen Kanten und Spliss führt. Die spitzen Enden bergen ein Verletzungsrisiko, wenn sich das Pferd plötzlich bewegt.

Eine professionelle Schere liegt ergonomisch in der Hand, ist rostbeständig und schneidet dickes Langhaar ohne Kraftaufwand. Das deutsche Tierschutzgesetz verpflichtet in § 2 TierSchG jeden Halter dazu, sein Pferd verhaltensgerecht zu pflegen. Geeignetes Werkzeug gehört dazu.

Langhaarscheren für die perfekte Mähne

Ein dichter Schweif und eine volle Mähne sind der Stolz vieler Reiter. Damit das so bleibt, brauchst du Werkzeug, das präzise arbeitet. Die Effol Schere Super Cut ist hier ein Paradebeispiel: Aus leichtem, rostfreiem Edelstahl gefertigt, bietet sie dir genau die Schärfe, die du für einen akkuraten Turnierschnitt brauchst.

Anleitung für den geraden Schnitt:

1. Vorbereitung: Kämme Mähne oder Schweif gründlich durch, damit keine Knoten den Schnitt verfälschen.
2. Haltung: Halte die Schere parallel zum Boden (für die Mähne) oder im gewünschten Winkel.
3. Schnitt: Schneide in kleinen Partien und arbeite dich vor. Schneide lieber etwas weniger ab und korrigiere nach, statt direkt zu viel Länge zu nehmen.
4. Kontrolle: Lass das Pferd den Hals entspannen, um zu prüfen, ob die Mähne auch in natürlicher Haltung gerade fällt.

Welches Modell für welchen Zweck?

AnwendungsbereichEmpfohlene FormDein BenefitIdeal z.B.
Mähne & SchweifLange, gerade Klingen, extrem scharfSauberer Schnitt auch bei dickem Haar, kein „Kauen" der Klinge.Effol Super Cut
Fesselbeuge & BeineLeicht gebogene FormPasst sich der Anatomie der Fessel an, verhindert Schnitte in die Haut.Sprenger Fesselschere
Kopf & OhrenAbgerundete Spitze (Safety)Maximale Sicherheit bei schreckhaften Pferden oder an den Augen.Effol Safety Cut
Erste HilfeAbgewinkelt mit "Nase"Gefahrloses Aufschneiden von Verbänden direkt auf der Haut.Kerbl Verbandsschere

Präzision an empfindlichen Stellen

Wer schon einmal die Fesselbeuge freigeschnitten hat, weiß: Eine falsche Bewegung reicht. Für die anatomisch schwierigen Rundungen am Pferdebein greifst du am besten zur Sprenger Fesselschere. Durch ihre Biegung schneidest du das überstehende Fell weg, ohne mit der Spitze die Haut zu berühren.

Für Arbeiten in der Nähe der Augen oder Ohren ist die Effol Sicherheits Schere Safety Cut dein bester Freund. Ihre abgerundete Spitze eliminiert die Gefahr von Stichverletzungen fast vollständig. Das gibt dir Ruhe und Sicherheit, besonders im Umgang mit jungen oder nervösen Pferden.

Lebenswichtig für die Stallapotheke:

Die Verbandsschere

Zum verantwortungsvollen Reiten gehört es, auf den Notfall vorbereitet zu sein. Wenn ein Verband gewechselt werden muss oder sich eine Bandage zugezogen hat, zählt Zuverlässigkeit. Die Kerbl Verbandsschere ist so konstruiert, dass ihre verlängerte, stumpfe "Nase" sicher unter den Verband gleitet. So durchtrennst du selbst feste Tapes, ohne Angst haben zu müssen, dein Pferd zu schneiden.

Checkliste: Ist deine Erste-Hilfe-Ausrüstung komplett?

  • [ ] Verbandsschere (rostfrei & mit abgerundeter Nase)

  • [ ] Selbsthaftende Flex-Bandagen

  • [ ] Sterile Wundauflagen & Verbandwatte

  • [ ] Desinfektionsspray (z.B. Blauspray oder Jod)

  • [ ] Fieberthermometer

Schere oder Schermaschine? Wann welches Werkzeug sinnvoll ist

Die Schere ist deine Nummer eins für punktuelle Arbeiten: Mähne kürzen, Fesselbeuge freilegen, Verband durchtrennen. Sobald du aber ein ganzes Pferd im Winter vom dicken Fell befreien willst, kommst du mit der Handschere nicht weit. Dann brauchst du eine Schermaschine aus unserem Sortiment, die auch großflächige Partien in vernünftiger Zeit schafft. Typische Schermuster wie Hunter, Decke (Blanket), Irish, Bib oder Strip entscheiden mit, wie viel Fell wo stehen bleibt. Das wirkt sich direkt auf Thermoregulation und Trainingssteuerung deines Pferdes aus. Wichtig: Je nach Schermuster benötigt dein Pferd unterschiedlich warme Pferdedecken. Ein komplett geschorenes Pferd friert deutlich schneller als eines mit Decken- oder Hunter-Schnitt. Auch beim maschinellen Scheren gilt das Tierschutzgesetz, Stress und Verletzungen musst du vermeiden. Moderne Geräte arbeiten mit etwa 70 bis 75 dB und sind damit leise genug, um auch nervöse Pferde nicht zu überfordern. Und das passende Zubehör? Findest du im Bereich Schermaschinen Zubehör: Ersatzscherköpfe, Öl, Reinigungsbürsten und alles, was deine Maschine dauerhaft leichtgängig hält. Denn eine gepflegte Maschine ist eine sichere Maschine, für dich und für dein Pferd.

Pflege deiner Schere: So bleibt sie jahrelang scharf

Eine gute Pferdeschere ist eine Investition, die dich über Jahre begleitet, wenn du sie richtig behandelst. Reinige sie nach jedem Gebrauch von Haaren, Talg und Feuchtigkeit. Gerade das Klima im Stall setzt Metall zu: Flugrost bildet sich schneller, als du denkst. Deine kleine Pflege-Routine:

  • Nach dem Schnitt Haare zwischen den Klingen entfernen (Zahnbürste oder Pinsel)

  • Feuchtes Fell hinterlässt Rückstände: mit einem trockenen Tuch abwischen

  • Ein Tropfen Waffen- oder Nähmaschinenöl ins Gelenk, alle paar Wochen

  • Trocken lagern, am besten in einer geschlossenen Putzbox mit deinen Pferdebürsten und Pferdestriegeln

So gut wie jede Qualitätsschere aus dem Hause Effol, Sprenger, Kerbl, Covalliero oder Waldhausen ist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Aber auch der beste Stahl mag keine Dauernässe. Tipp: Hochwertige Fellpflegeprodukte halten das Pferdehaar geschmeidig und erleichtern das Schneiden zusätzlich.

Häufig gestellte Fragen zu Pferdescheren

Hier benötigst du eine robuste Langhaarschere mit hoher Schärfe, wie die Effol Super Cut. Sie ist stark genug, um Massen an Haar sauber zu durchtrennen, ohne auszufransen.
Weil Pferdebeine nicht gerade sind. Eine Fesselschere folgt der natürlichen Wölbung der Fesselbeuge. Das erleichtert das Freischneiden enorm und schützt die empfindliche Haut in der Beuge.
Ganz einfach: Reinige sie nach jedem Gebrauch von Haaren und Talg. Trockne sie gut ab, um Flugrost im feuchten Stallklima zu vermeiden. Ein Tropfen Waffen- oder Nähmaschinenöl im Gelenk hält sie dauerhaft leichtgängig.
Ja, Qualitätswerkzeuge wie die von uns geführten Marken Effol, Sprenger und Kerbl sind in der Regel aus hochwertigem Edelstahl gefertigt. Das macht sie langlebig und widerstandsfähig im täglichen Stalleinsatz.
Sobald du dein Pferd im Herbst komplett oder in Mustern wie Hunter, Decke oder Bib scheren willst, kommst du mit der Handschere nicht mehr weiter. Ein starkes Winterfell braucht ein motorisiertes Gerät. Für gelegentliche Korrekturen an Mähne, Fesselbeuge oder Ohren reicht die klassische Schere völlig aus. Eine Übersicht findest du in unserer Kategorie Schermaschinen & Scheren.